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Information zur Ultraschalluntersuchung



In der Schwangerschaft

(auf Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin)

Durch Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft sind wir heute in der Lage eine Vielzahl von Fehlbildungen und kindlichen Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Die Mehrzahl der Neugeborenen ist gesund. Etwa fünf Prozent der Kinder weisen bei der Geburt Fehlbildungen auf, davon ein Prozent der Kinder eine schwere Fehlbildung.

Vor der Durchführung der Ultraschalluntersuchungen bitten wir Sie jedoch Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

Die Ultraschalluntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, das nach heutigem Wissensstand keine negativen Auswirkungen auf das ungeborene Kind hat, auch nicht bei wiederholten Untersuchungen.

Sie ist die derzeit wichtigste und aussagekräftigste Schwangerschafts- Untersuchung!

Auch bei bester Qualität des Ultraschallgerätes und größter Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers kann nicht erwartet werden, dass zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft alle Fehlbildungen und Erkrankungen erkannt werden können!
Es ist möglich, dass kleinere Fehlbildungen unerkannt bleiben, z.B. ein Öffnung in der Herzscheidewand, eine Kiefer- Gaumen-Spalte, kleinere Defekte in der Wirbelsäule, sowie Finger -und Zehenfehlbildungen, um nur einige Beispiele anzuführen. Die Beurteilbarkeit des ungeborenen Kindes kann zudem durch ungünstige Untersuchungsbedingungen sehr erschwert sein (bei Übergewicht der Schwangeren, wenig Fruchtwasser, Steißlage usw.).

Besonders muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass manche Chromosomenstörungen oder Stoffwechselstörungen des Kindes mittels Ultraschall nicht erkannt werden können.
Hierfür sind Eingriffe wie Fruchtwasserpunktion, Zellentnahme aus dem Mutterkuchen (CVS) oder Blutentnahmen durch Nabelschnur- Punktion notwendig!
Diese Untersuchungen sind jedoch mit dem Risiko von Fehlgeburten bis zu einem Prozent belastet!
Daher werden diese Eingriffe nur bei erhöhtem Risiko auf eine Fehlbildung oder bei Verdacht auf eine Erkrankung des Ungeborenen durchgeführt (z. B. Erbkrankheiten in der Familie, auffällige Befunde).

Bei unauffälligen Ultraschallbefunden kann daher nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass das Kind normal entwickelt ist und gesund geboren wird.

Sollte sich aufgrund der Vorgeschichte, des Alters, oder eines auffälligen Ultraschallbefundes ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung oder Fehlbildung Ihres Kindes ergeben, so werden wir Sie darüber ausführlich informieren und sie über weitere, notwendige Untersuchungen aufklären!
Bitte haben Sie keine Scheu weiter zu fragen, wenn Sie etwas nicht genau verstanden haben.

Ultraschalluntersuchungen haben neben den rein medizinischen Aspekten auch eine große Bedeutung für die Schwangere und die ganze Familie!
Ängste können abgebaut werden wenn man sieht, dass sich das Kind normal entwickelt.
Vater und Geschwister können schon eine sichtbare Beziehung zum Ungeborenen aufbauen.
Beim Live-3D Baby-Schauen sind die Bewegungen und Gesten des Kindes zu sehen.

Pränataldiagnostik

http://www.pränatal-info.at ist zur ausführlichen Information sehr zu empfehlen!

Messung der Nackentransparenz
11+0 bis 13+6 SSW
zur Risikoabschätzung für Down-Syndrom = Trisomie 21, früher als Mongolismus bezeichnet, häufigste Ursache für angeborene geistige Behinderung!
Zur Risikoabschätzung für Trisomie 13 und 18 und weitere Chromosomenstörungen, sowie für schwere Herz -und Skelett- Fehlbildungen.

Begriffe:
Embryo
Ungeborenes bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche
Fetus Ungeborenes von der 13. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt
Plazenta Nachgeburt oder Mutterkuchen
Trisomie drei Chromosomen anstelle des normalen Chromosomenpaares,
der normale Chromosomensatz besteht aus 22 Chromosomenpaaren (1 bis 22) und den beiden Geschlechtschromosomen X und Y.

Dr. Nicolaides vom Kings- College in London fand, dass bei Embryonen mit Down-Syndrom, bei Trisomie 13 und 18, aber auch bei Embryonen mit schweren Herz- und Skelettfehlbildungen eine verdickte Nackentransparenz wesentlich häufiger zu finden ist als bei gesunden.
Bei der Nackentransparenz handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung zwischen der Haut und der Muskulatur im Nackenbereich bei allen Kindern. Ist die Nackentransparenz in der 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche verdickt, so sind weitere Untersuchungen empfehlenswert, da dann Chromosomenstörungen oder Fehlbildungen wesentlich häufiger zu finden sind.
Durch die Messung der Nackentransparenz ist daher eine Risikoabschätzung für Trisomien sowie für Herz- und Skelettfehlbildungen möglich.
Eine zusätzliche Verbesserung der Risikoabschätzung ist durch eine Blutuntersuchung möglich, bei der das Plazentahormon PAPP-A und das Schwangerschaftshormon ß-HCG gemessen wird.
Diese Kombination von Nackentransparenzmessung und Blutuntersuchung wird als OSCAR bezeichnet (One Step Clinical Assesment of Risk), Vorhersagewahrscheinlichkeit 80 Prozent.
Bei auffälliger Nackentransparenz kann die Vorhersagewahrscheinlichkeit auch noch durch weitere Ultraschall- Merkmale wie Fehlen des Nasenbeins oder Herzklappenfehler erhöht werden.

Das Risiko für Down-Syndrom (auch für Trisomie 13 und 18) nimmt mit dem Alter der Mutter zu.
Beispielsweise ist das Risiko für Trisomie 21 bei einer 20jährigen Schwangeren 1:1527, bei einer 35jährigen Schwangeren 1:356 und bei einer Schwangeren von 40 Jahren 1:97.
Ein Risiko von 1:100 bedeutet: 1 Kind mit Trisomie zu 99 gesunden Kindern!

Das Ergebnis der Untersuchungen ist somit ein für Sie individuell berechnetes Risiko, ein gesundes oder krankes Kind zu bekommen. Bei erhöhtem Risiko wird zur weiteren Abklärung geraten.

Die Diagnose Down-Syndrom kann nur durch eine Chromosomenuntersuchung gestellt werden.
Dazu müssen embryonale Zellen durch Plazenta- Punktion gewonnen werden.
Durch die Punktion können alle Kinder mit Trisomien entdeckt werden, allerdings mit dem hohen Risiko einer Fehlgeburt von etwa ein Prozent!

Informationen über die Analyse der kindlichen Chromosomen aus dem mütterlichen Blut finden Sie auch unter http://www.pränatal-info.at

Die Entscheidung aber, ob Sie eine Pränatal- Diagnostik durchführen lassen, wie auch weitere Entscheidungen, die sich aus den Befunden ergeben können, liegen bei Ihnen und Ihrem Partner! Selbstverständlich können Sie aber auch auf die Pränataldiagnostik aus ethischen Bedenken verzichten!

ORGAN-ULTRASCHALL: 20.- 22. Schwangerschaftswoche
Dabei wird untersucht, ob die Organe des Kindes normal entwickelt sind.
Fehlbildungen, die beim Ersttrimester- Screening noch nicht zu sehen waren, können entdeckt werden.
Systematisch werden vom Kopf bis zu den Füßen die Organe untersucht und gemessen.
Durch den Vergleich der Messwerte und der Organstrukturen mit Normwerten und Normbildern können Fehlbildungen und frühe Mangelentwicklungen gefunden werden. Falls gewünscht, kann zu diesem Zeitpunkt auch das Geschlecht des Kindes schon sehr sicher bestimmt werden.

Weitere Ultraschalluntersuchungen
Früh- Ultraschall
bis zur 12. Schwangerschaftswoche zeigt, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutterhöhle liegt und vital ist (Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft).
Der Geburtstermin wird exakt bestimmt, eine Mehrlingsschwangerschaft kann festgestellt werden.

3-D-Ultraschall:
Idealer Zeitraum zum Baby- Schauen mit 3 D und Live- 3D (4D) ist die 24.-28. Schwangerschaftswoche.
In diesem Zeitraum sind das Gesicht, die Hände, die Füße und das Geschlecht schon deutlich ausgeprägt und durch das reichlich vorhandene Fruchtwasser besonders gut zu sehen.
Bei günstigen Schallbedingungen können auch während der gesamten Schwangerschaft 3-D Bilder angefertigt und das Baby beobachtet werden.
Auch zur Abklärung von Fehlbildungen ist der 3-D-Ultraschall sehr hilfreich.

Wachstums- Ultraschall: 30.-34. Schwangerschaftswoche
Meist gleichzeitig mit der 4. MKP- Untersuchung.
Dabei wird aus den Abmessungen des Köpfchens, des Oberbauchumfanges und der Oberschenkel- Länge eine Gewichtsabschätzung vorgenommen. Weiter wird die Fruchtwassermenge und die Größe und Struktur der Nachgeburt beurteilt. So können Mangelwachstum und andere Störungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bei dieser Untersuchung wird auch festgestellt, ob sich das Kind schon in normaler Geburtslage (Köpfchen nach unten) befindet.

Ultraschall- Doppler- Untersuchungen:
Bei der Ultraschall- Dopplerunteruntersuchung können Blutflüsse in den Arterien und Venen der Nabelschnur, des Gehirns, und des Herzens des Kindes sowie der mütterlichen Gebärmutter gesehen und gemessen werden.
So kann man mit großer Sicherheit die Entwicklung eines Schwangerschaftshochdrucks in den folgenden Schwangerschaftswochen ausschließen.
Bei mangelnder Gewichtszunahme des Kindes kann die Funktion der Nachgeburt beurteilt und der günstigste Zeitpunkt für eine vorzeitige Geburtseinleitung festgestellt werden.
Auch bei der Suche nach Herzfehlbildungen ist die Doppleruntersuchung wichtig.

Ultraschall- Kontrolluntersuchungen und Zervixmessung (Gebärmutterhals):
Bei vielen Beschwerden und Problemen während der Schwangerschaft und unter der Geburt kann durch die Ultraschall- Untersuchung rasch eine genaue Diagnose gestellt und eine Behandlung begonnen werden.
Beispiele:
bei fehlenden Kindesbewegungen, bei vermehrter oder verminderter Fruchtwassermenge, bei Steiß- Schräg- oder Querlagen, bei falschem Sitz der Nachgeburt, bei Wachstumsstörungen und Schmerzen.

Durch Wehen oder Entzündungen und auch nach Operationen am Muttermund (Konisation), kann es zu einer vorzeitigen Verkürzung oder Öffnung des Gebärmutterhalskanals und des Muttermundes kommen.
Es besteht dann höchste Gefahr für einen vorzeitigen Blasensprung und für eine Frühgeburt!
Frühgeburten vor der 32. Schwangerschaftswoche können lebensbedrohlich für das Kind sein.
Durch die Messung der Länge des Gebärmutterhalses kann diese Gefahr frühzeitig erkannt werden

Informationen zum Gynäkologischen Ultraschall

Der Ultraschall ist neben dem Krebsabstrich die aussagekräftigste Untersuchung in der Gynäkologie!
Meist wird die Ultraschalluntersuchung durch die Scheide ausgeführt, sogenannter
Vaginalschall, damit ist die beste Bildqualität zu erreichen, die Organlage ist wie bei der Tastuntersuchung.
Bei der althergebrachten Untersuchung durch beidhändige Abtastung kann die
Elastizität, Mobilität und die Schmerzhaftigkeit der Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und Mutterbänder sehr gut, die Größe und innere Struktur dieser Organe aber nur sehr ungenau bestimmt werden.
Gebärmuttermyome und Polypen sowie Eierstockzysten können mit dem Ultraschall auf den Millimeter genau gemessen und bei Kontrollen genau verglichen werden.
Die Zeit, wo die Größe und Form von Myomen oder Zysten mit Pflaumen und Äpfeln verglichen wurde, ist damit vorbei!
Krankhafte Veränderungen in der Gebärmutterhöhle wie Schleimhautpolypen, Myome und Gebärmutterschleimhautkrebs sowie Gebärmutterfehlbildungen, Blut oder Flüssigkeit im Bauchraum, Wucherungen in den Eierstöcken und Eileitern können nur mit dem Ultraschall gefunden werden!
Bei Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen, Verdacht auf Eileiterschwangerschaft und anderen Beschwerden kann die Ursache mittels Ultraschall meist sofort festgestellt werden.
Operationen können dadurch oft vermieden und krankhafte Veränderungen im Frühstadium entdeckt werden.
Auch Funktionsstörungen der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke z.B. bei Kinderwunsch und bei Hormonstörungen sind mit dem Ultraschall optimal festzustellen.
Da zahlreiche Erkrankungen am Beginn oft ohne Beschwerden bestehen, ist der Ultraschall auch bei der Vorsorgeuntersuchung sehr zu empfehlen und sozusagen „der heutigen Zeit entspechend"